Weiterentwicklung des Content Management System der SPD in Niedersachsen

Ende November 2016 haben der SPD-Landesverband Niedersachsen und die vier niedersächsischen SPD-Bezirke Braunschweig, Hannover, Nord-Niedersachsen und Weser-Ems entschieden, die ca. 650 mit dem CMS Imperia erstellten Internetauftritte weiterzuentwickeln und im Anschluss an die Landtagswahl im Januar 2018 auf ein neueres Content-Management-System (CMS) umzustellen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • Das bisherige CMS der SPD in Niedersachsen (Imperia) ist seit 2001 im Einsatz. Es wurde seither mehrfach überarbeitet und hat sich in all den Jahren als ein dem Online-Konzept der SPD in Niedersachsen angemessenes CMS dargestellt. Mittlerweile sind die Kosten für eine Anpassung des Systems an die aktuellen Herausforderungen unterschiedlicher Online-Technologien jedoch zu hoch, als dies bei neueren, alternativen, vergleichbaren und ähnlich leistungsstarken Systemen der Fall wäre.
     
  • Die angemessene Darstellung unserer Themen und Personen – beispielsweise mit großen, flexibel einzusetzenden Bildern und Videos sowie mit der Einbindung von sozialen Medien – ist mit dem bestehenden CMS nur bedingt möglich. Die Kampagnenfähigkeit ist somit nur eingeschränkt gegeben.
     
  • Die Bedienbarkeit ist zu wenig intuitiv. Das erschwert die Arbeit für viele in der SPD Engagierten und ist einer der Hauptkritikpunkte von Nutzerinnen und Nutzern des Systems.

Nach mehr als 16 Jahren ist der Bedarf an Weiterentwicklung in diesem Bereich unbestritten. Es ist aus Sicht der Beteiligten weiterhin wichtig, ein genossenschaftliches Online-Modell zu realisieren, in Anbetracht der Komplexität der gewachsenen CMS-Struktur nichts über’s Knie zu brechen und auch weiterhin das Knowhow der Nutzer_innen in der Partei zu nutzen. Um online auf der Höhe der Zeit zu sein, ist ein stabiles CMS erforderlich.

Als Alternative zum bestehenden System hat sich die SPD in Niedersachsen dazu entschieden, „soz.is“, ein CMS auf der Basis des Open Source-Systems Wordpress zu nutzen, das von der Kölner Agentur Squirrel & Nuts für den SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde und zum Jahresbeginn 2017 „ausgerollt“ wurde. Auch der SPD-Landesverband Hessen prüft in einer dreimonatigen Testphase den Systemwechsel.

Da mit dem aktuellen CMS der SPD in Niedersachsen u.a. nicht nur deutlich mehr Auftritte realisiert werden als in NRW und Hessen, landesweit viele Redakteurinnen und Redakteuren geschult werden müssen und auch noch nicht alle projektspezifischen Kriterien geklärt waren, ist der Umstieg nicht sofort realisierbar. Dieser soll in zwei Schritten erfolgen und wird wie folgt organisiert:

  • In einem ersten Schritt werden im ersten Quartal 2017 die für die Wahlkampagnen wichtigen Seiten des SPD-Landesverbands Niedersachsen (www.spdnds.de) und die von Stephan Weil (www.stephanweil.de) auf „soz.is“ umgestellt.
     
  • Auch alle neuen Genossinnen und Genossen, die für den Deutschen Bundestag und den Niedersächsischen Landtag kandidieren, bekommen „soz.is“ angeboten.
     
  • Das aktuelle CMS auf Basis von Imperia wird eine grafische Modernisierung erhalten, die im zweiten Quartal 2017 zur Verfügung gestellt wird. Dies ist für die bestehenden Kunden, die erst im ersten Quartal 2018 wechseln können.
     
  • Zwischen den beiden unterschiedlichen Content-Management-Systemen soz.is und Imperia werden Schnittstellen geschaffen, damit die mit dem Auftritt des Landesverbands verbundenen kampagnenspezifischen Funktionalitäten erhalten bleiben.
     
  • In einem zweiten Schritt werden die bestehenden Auftritte sukzessive nach der Landtagswahl im Januar 2018 umgestellt.

Der Umzug bestehender Auftritte in das neue System ab Januar 2018 soll weitestgehend automatisiert erfolgen. Hierbei können die betroffenen Gliederungen und Einzelpersonen auf die Unterstützung der zuständigen Projektkoordination beim SPD-Landesverband Niedersachsen zählen. Die Kosten für die Gliederungen und Einzelpersonen werden sich nicht verändern.